Federweißer: Euer flüssiger Herbstmoment

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter an den Bäumen eine goldene Farbe annehmen, erfreut euch ein ganz besonderes Getränk, das unsere Herzen höherschlagen lässt: Federweißer. Dieser trübe, prickelnde Wein, der eigentlich noch gar kein richtiger Wein ist, gehört in der Pfalz und an Nahe und Mosel einfach zum Herbst dazu. Es ist das flüssige Zeichen der Traubenernte, das zum Anstoßen mit Freunden und Familie einlädt. Auch wenn ihr hier im Hunsrück wohnt, müsst ihr nicht weit fahren, um dieses Erlebnis zu haben. Wir haben die Weingebiete Nahe und Mosel direkt vor unserer Tür.

Was ist Federweißer überhaupt?

Federweißer ist quasi der junge Wilde unter den Weinen, deshalb wird er auch oft „Neuer Wein“ genannt. Es handelt sich um frisch gepressten Traubenmost, bei dem die Gärung gerade erst begonnen hat. Die Süße der Trauben schmeckt man noch deutlich, aber die Hefepilze sind schon fleißig am Werk und verwandeln den Zucker in Alkohol und Kohlensäure.

Das Ergebnis ist ein trübes, spritziges Getränk, dessen Geschmack sich von Tag zu Tag ändert. Am Anfang ist er noch richtig mild und süß, aber mit jedem Tag wird er herber und trockener. Je nachdem, wie weit die Gärung ist, gibt es verschiedene Namen: von „Neuer Wein“ über „Bitzler“ bis hin zu „Bremser“ oder „Sauser“. Federweißer oder -roter ist einfach etwas Besonderes!


Wo ihr Federweißen im Hunsrück und an Nahe und Mosel findet

Ihr fragt euch, wo ihr Federweißen in unserer Region probieren könnt? Zur Saison findet ihr ihn fast überall! Viele Restaurants und Gaststätten im Hunsrück und an der Nahe und Mosel haben ihn in den Herbstmonaten auf ihrer Karte. Oft gibt es auch spezielle Menüs, bei denen der Federweiße mit passenden Gerichten kombiniert wird.

Eine tolle Alternative sind die Wochenmärkte in der Region. Dort habt ihr die Möglichkeit, Federweißen direkt von den Winzern zu kaufen, die ihre Produkte dort anbieten. Es lohnt sich, nach den typischen braunen oder grünen Flaschen mit dem lockeren Deckel Ausschau zu halten.


Kombiniert Federweißen mit einem Ausflug

Der Hunsrück ist ganz nah an den Weingebieten Nahe und Mosel. Warum also nicht einen Tagesausflug mit dem Genuss von Federweißen verbinden? Ihr könntet eine Wanderung durch die herbstliche Natur unternehmen und danach in einem der gemütlichen Weingüter oder einer Gaststätte einkehren, um euch mit einem Glas Federweißen oder Federrotem zu stärken. Viele Winzerhöfe in der Nähe laden zur Verkostung ein und erzählen euch Geschichten über ihre Trauben und die Herstellung. Solche kleinen Ausflüge lassen euch den Federweißen noch mehr genießen!


Euer Federweißer für zu Hause

Wenn ihr Federweißen kauft, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Er gärt in der Flasche weiter. Deshalb ist der Deckel locker, damit das entstehende Gas entweichen kann. Die Flasche müsst ihr immer aufrecht transportieren und lagern. Sonst kann es eine klebrige Überraschung geben! Bewahrt ihn kühl auf, um die Gärung zu verlangsamen. So könnt ihr ihn genau in dem Stadium trinken, das euch am besten schmeckt.


Die Federweißenzeit an Nahe oder Mosel zu erleben, bedeutet, den Herbst auf eine ganz besondere Art zu spüren. Es ist mehr als nur ein Getränk – es ist ein Stück Tradition, das zum gemütlichen Beisammensein einlädt. Also macht euch auf die Suche nach einer gemütlichen Ecke und stoßt mit euren Lieben auf die bunte Jahreszeit an. So wird euer Herbst wirklich unvergesslich.

Wenn euch allerdings Bier lieber ist: Hier findet ihr die Biergärten im Hunsrück.

Bitte beachtet, dass der Beitrag Inhalte über alkoholische Getränke enthält und teilt ihn deshalb nicht mit Personen unter 16 Jahren!