Wenn ihr auf der Suche nach einem Abenteuer seid, das euch in die Geschichte eintauchen lässt und/oder euch unvergessliche Augenblicke in der Natur schenkt, dann ist der Hunsrück euer nächstes Ziel. Abseits der ausgetretenen Pfade der großen Städte wartet hier eine Region auf euch, die mit ihrer schroffen Schönheit und ihren versteckten Schätzen überzeugt. Stellt euch vor, ihr steht auf einer schwindelerregenden Hängeseilbrücke über einem Tal, erkundet jahrtausendealte Römer- und Keltenspuren oder wandert durch dichte Wälder, die die Kulisse für märchenhafte Burgen bilden. Der Hunsrück ist nicht nur eine Landschaft, sondern eine Region voller Geschichten, die darauf warten, dass ihr sie entdeckt. Hier kommen die faszinierendsten Sehenswürdigkeiten im Hunsrück.



Geierlay – Deutschlands abenteuerlichste Hängeseilbrücke
Sucht ihr nach dem besonderen Kick? Dann ist die Geierlay der richtige Ort. Zwischen den beschaulichen Dörfern Mörsdorf und Sosberg erstreckt sich diese Hängeseilbrücke über 360 Meter Länge und in bis zu 100 Metern Höhe. Sie ist nicht nur die längste in Deutschland, sondern auch ein echtes Highlight für alle, die das Abenteuer suchen. Das Schöne daran: Ihr könnt die Brücke kostenlos und zu jeder Jahreszeit betreten, solange es nicht stürmt oder gewittert.
Der Name Geierlay leitet sich übrigens von einem Felsabhang ab, an dem früher viele Greifvögel (die hießen früher alle Geier…) gesichtet wurden. So verbindet die Brücke nicht nur zwei Orte, sondern auch die Geschichte der Region mit einem modernen Bauwerk. Das Eigengewicht der Brücke liegt bei 62 Tonnen. Ihr könnt sie in beide Laufrichtungen überqueren und sogar ein Fahrrad, einen Kinderwagen oder den Hund mitnehmen. Der Zugang ist jederzeit möglich und das zugehörige Besucherzentrum hat rund um die Uhr geöffnet.
Tipp: Informiert euch auf der Website!
Felsenkirche in Idar-Oberstein
Die Felsenkirche in Idar-Oberstein ist das Wahrzeichen der Stadt und steht hoch über dem Stadtteil Oberstein. Die Kirche ist regelrecht in eine natürliche Felsnische hineingepresst. Eine der Sagen über die Entstehung der Kirche handelt von der Liebe zweier Brüder zum Burgfräulein Bertha von Lichtenberg. Um zur Kirche zu gelangen, müsst ihr einen in den Felsen geschlagenen Tunnel durchqueren, der von 1980 bis 1981 extra gebaut wurde.
Tipp: Wenn ihr einen tollen Blick über die Stadt und auf das Kirchlein genießen wollt, dann solltet ihr die Aussichtsplattform an der Felsenkirche besuchen. Sie wurde 2003 eröffnet und ist über eine Treppe hinter der Kirche zu erreichen. Von hier aus habt ihr eine einzigartige Perspektive auf die Felsenkirche und Idar-Oberstein.
Archäologiepark Belginum in Morbach
Zeit für eine Reise in die römische Vergangenheit, denn in Morbach-Wederath liegt der Archäologiepark Belginum, ein Museum, das auf den Ergebnissen jahrzehntelanger archäologischer Ausgrabungen fußt. Bereits seit dem 17. Jahrhundert gab es in der Gegend immer wieder archäologische Funde, bevor der Park im Jahr 2002 eröffnet wurde.
Unter dem Motto „Leben an einer Fernstraße“ erfahrt ihr hier alles über das Leben der Menschen in römischer Zeit. Ein etwa 1.000 Meter langer Rundweg führt zu einem Gräberfeld mit Grabhügeln, einer ehemaligen römischen Siedlung, einem Militärlager und einem Brunnen. Informative Schautafeln begleiten euch auf dem Weg und erklären alles, was ihr über diese historische Stätte wissen müsst. Der Park lädt außerdem regelmäßig zu Sonderausstellungen und Vorträgen ein.
Tipp: Von Ende Juni bis Ende August finden im Belginum Open-Air-Konzerte des “Morbacher Musiksommers” statt.
Burg Kastellaun
Die Burg Kastellaunist auch eine der Sehenswürdigkeiten im Hunsrück, und ragt mitten im historischen Zentrum von Kastellaun in den Himmel. Die Burg wurde erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt und wechselte im Laufe der Geschichte häufig den Besitzer, bis sie 1689 im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört wurde. Seit 1884 gehört sie der Stadt Kastellaun und wurde seither mehrmals renoviert.
Tipp: Ihr könnt das Bauwerk digital auf dem Smartphone oder Tablet rekonstruiert sehen. Ladet dazu die kostenlose App “ar-route.eu” herunter.
Schmidtburg in Schneppenbach
Hoch über dem Hahnenbachtal, in der Nähe von Schneppenbach und Kirn, thront mit der Ruine der Schmidtburg, die einst die größte Festungsanlage ihrer Zeit im Hunsrück war, eine weitere der Sehenswürdigkeiten. Heute ist die Ruine ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte, die die malerische Umgebung und die alten Mauern erkunden möchten. Nach der Französischen Revolution verlor die Burg ihre Funktion und verfiel, bis sie in den 1970er und 1980er Jahren saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Tipp: Die Burg lässt sich gut von den umliegenden Dörfern aus erwandern. In Schneppenbach und Bundenbach gibt es Parkmöglichkeiten und Gastronomie.
Keltensiedlung Altburg in Bundenbach
Die Keltensiedlung Altburg in Bundenbach ist ein Freilichtmuseum, das in die Welt der Kelten entführt. Zwischen 1971 und 1974 wurde hier eine keltische Höhensiedlung ausgegraben, die um 170 v. Chr. entstand und Inzwischen teilweise rekonstruiert wurde. Jetzt lädt sie ein, die Lebensweise der Kelten kennenzulernen, und ihr könnt die Altburg mit oder ohne Führung besichtigen. Der Zugang ist von der nur 400 Meter entfernten Schiefergrube Herrenberg aus möglich.
Tipp: Am dritten Wochenende im August findet auf der Altburg das Altburg-Festival mit keltischer und irischer Musik statt.
Der Hunsrück ist ein Ort, der euch mit seiner Authentizität überrascht. Er ist mehr als nur eine Ansammlung von Landschaften und alten Bauwerken. Ihr habt hier das Gefühl, eine Region zu entdecken, die nicht von Menschenmassen überlaufen ist, und ihre Geschichten noch flüstert, und die einlädt, selbst Teil dieser Geschichten zu werden. Ob ihr nun schwindelfrei über die Geierlay wandert, euch für die Geheimnisse der Felsenkirche interessiert oder die Spuren der Kelten und Römer verfolgt – es gibt viele Sehenswürdigkeiten im Hunsrück zu entdecken. Also, worauf wartet ihr noch?
Ihr wandert gerne durch den Hunsrück? Lest hier unseren Beitrag:


